Forum ELITE Ticino

Praktische Ideen und Informationen für Unternehmer zur Verbesserung der Leistung und für neue Perspektiven

Forum ELITE Ticino 2018 zwischen Immobilienmarkt, Granit und Gastronomie

Am 19. April fand das Forum ELITE Ticino 2018 im nahe gelegenen italienischsprachigen Graubünden, genauer gesagt in der stimmungsvollen Umgebung von Arvigo im Calancatal, statt. Unter dem Motto «Wirtschaft – Industrie – Kultur» stellte die biennale Zusammenkunft diesmal grundlegende Themen der Elektrobranche wie die Entwicklung des Immobilienmarkts oder die wachsende Bedeutung einer zeitgemässen Internetpräsenz von Unternehmen in den Mittelpunkt. Neben der Erkundung von Branchentraditionen bot die Veranstaltung den Teilnehmern auch die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und das hochstehende kulinarische Angebot zu geniessen.

«Spezialisieren Sie sich auf Renovierungen!»: Mit diesem Rat resümierte Pascal Brülhart seinen Vortrag «Herausforderungen und Chancen auf dem Immobilienmarkt». Das Fazit des renommierten Immobilienfachmanns aus Lugano, Inhaber der Firma «Brülhart & Partners», basiert auf einer sorgfältigen Analyse des Tessiner Markts. Dort sind die für Neubauten geeigneten Flächen praktisch erschöpft, gleichzeitig ist jedoch der Anteil der sanierungs- und renovierungsbedürftigen Altbauten immer noch sehr hoch. Eine Chance, die unbedingt genutzt werden sollte, denn hier winkt eine ausgesprochen hohe Rentabilität.

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Internetpräsenz als Wachstumsopportunität

Ein weiterer Faktor, der den Elektro-Unternehmern in der italienischen Schweiz einen Umsatzzuwachs verspricht, ist ein zeitgemässer Internetauftritt. Dies hob Dario Spinelli, Inhaber der gleichnamigen Elektroinstallationsfirma und Mitglied im Verwaltungsrat der eev, in seinem Referat hervor. Nicht zufällig lautet das diesjährige eev-Motto «Digital persönlich». Dario Spinelli erläuterte vor diesem Hintergrund die jüngsten Digitalisierungsschritte der Einkaufsgenossenschaft, die auf dem Forum von Arvigo durch den Verwaltungsratspräsidenten Thomas Emch und den Direktor Erich Kähr vertreten war. Eingehend und eloquent erläuterte Dario Spinelli den Relaunch der eev-Website mit optimierter Benutzerfreundlichkeit und ansprechenderem Webdesign. Die Website ist nun auch in italienischer Sprache verfügbar und bietet zahlreiche Dienstleistungsangebote für Mitglieder– unter ihnen befindet sich ab diesem Herbst auch die neue E-Commerce-Plattform für Haushaltsgeräte. Auch sie bietet eine willkommene Möglichkeit, den Umsatz zu steigern und Neukunden zu gewinnen.

Aufgegriffen wurde das Thema Internet auch von Paolo Caspani, einem Tessiner Webseiten-Spezialisten, der die neuen eev-Angebote zum Erstellen und Verwalten personalisierter Unternehmensseiten vorstellte: Mitgliedern der eev steht damit die Möglichkeit offen, die eev mit einer auf die persönlichen Bedürfnisse, professionell zugeschnittenen Website, sowie der gesamten Verwaltung und Aktualisierung der Website zu betrauen. Ein Komplettservice von A bis Z, der besonders für kleine Unternehmen interessant ist, die über kein spezialisiertes Personal verfügen.

Industrielle und kulinarische Traditionen

Nach angeregten Diskussionen über die geschäftlichen und wirtschaftlichen Aussichten konnten die Teilnehmer sich bei einem Besuch des Granitsteinbruchs der Firma Alfredo Polti SA direkt dem Calancatal widmen und die Traditionen der örtlichen Industrie aus nächster Nähe kennen lernen. In Begleitung von Giovanni Polti, Steinbruchbetreiber in dritter Generation, tauchten die Besucher in die umfassende Thematik dieser jahrhundertealten Bergbautätigkeit ein – bis heute die einzige Form industrieller Produktion im Tal.

Bei herrlichstem Sonnenschein fuhren die Teilnehmer schliesslich mit der Seilbahn in das auf einer natürlichen Terrasse mit Talblick gelegene Bergdorf Braggio. Hier begann der «kulturelle» Teil des Programms: Apéro mit Verkostung der lokalen Weine und Abendessen mit regionaltypischen Produkten im Agriturismo Raisc. Zeit für Geselligkeit! Denn eines ist gewiss: Auch wenn die digitale Realität aus unserem Alltag immer weniger wegzudenken ist – den persönlichen Kontakt wird letztlich nichts ersetzen können.